ist die prozessorientierte Auseinandersetzung mit Holz – Struktur – Figur. Eine rituelle Entdeckungsreise…

In vielerlei Hinsicht bildet der Holzschnitt in meiner Arbeit den konträren Gegensatz zum gemalten Bild. Technisch und motivisch ist er das Pendant zum Gemälde und steht zu ihm wie Negativ und Positiv. Durch Vereinfachung und Reduktion konzentriere ich mich darauf, allein dem Motiv Ausdruck zu verleihen.

Anders als in der Malerei, wo Textur und Farbgebung entscheidend zusammenwirken, wird im Holzschnitt das Motiv isoliert. Es entwickelt sich gleichsam wie ein Artefakt, das wie bei einer archäologischen Ausgrabung behutsam freigelegt und entdeckt werden will.

                  

Holz ist die spezifische Mischung aus 4 Elementen: Feuer-Wasser-Erde-Luft: das 5te Element.

Nichts gibt es auf der Welt, dass wie das Holz mit uns Menschen die gesamte Geschichte teilt.

In Holz steckt Geist, Leben, Kraft. Die Kraft ändert sich in Raum und Zeit, auch mit den Jahreszeiten, und jede Kraft hat ihre starken und schwachen Phasen.

In Holz steckt Zeit. Die Zeit, in der der Baum aufwächst. Die Lebenszeit bevor man ihn fällt. Die Jahre der Reife und Trocknung, bis das geschnittene Holz fertig zur Bearbeitung ist. Die Zeit, mit der ein Künstler etwas aus ihr schafft. Und die Zeit, die das Stück den Menschen dient.